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Massivhaus, Fertighaus oder Architektenhaus: Die Grenzen verschwimmen

baupal, 14. June 2021

Der Traum vom Eigenheim! Vielleicht überlegen Sie noch oder Sie haben schon den richtigen Ort dafür gefunden und fragen sich jetzt wie es weitergeht. Um Ihnen ein bisschen zu helfen, haben wir hier die unterschiedlichen Bauweisen für Ihr Traumhaus zusammengestellt. In den letzten Jahren hat sich dort sehr viel verändert, weshalb es mittlerweile keine so klaren Grenzen mehr zwischen den Bauweisen gibt. Bei der Frage, welche Art von Haus es sein soll, gibt es viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie hierzu individuell in einem unverbindlichen Beratungsgespräch.

Ganz wichtig bei der Entscheidung des Haustyps sind dabei natürlich Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse und ja, auch das Budget. Das Schöne ist aber, dass bei den Bauweisen mittlerweile eine größere Flexibilität herrscht und so fast alle Häuser individuell anpassbar sind. Fertighäuser zum Beispiel wurden lange Zeit in den Bereich des Holzbaus geschoben. Heute werden aber auch Ziegelwände vorgefertigt und Holz kommt im Massivbau vor. Standardisierung und Vorfertigungen auf Seiten der Baufirmen bringen diese Entwicklung immer weiter voran. Aber eins nach dem anderen.


1. Die verschiedenen Bauweisen

1a.Das Massivhaus

Ein Haus in Massivbauweise ist im Grunde das ganz traditionelle Haus mit starkem Fundament, das wir alle kennen. Stein auf Stein wird es gemauert, Außen- und tragende Innenwände bestehen aus natürlichen Materialien wie Kalksandstein, Ziegelstein oder Porenbeton. Das wiederum ist perfekt für unsere Klimabedingungen geeignet, da sie in unseren Breitengraden natürlich vorkommen. Außerdem gibt es bei der Konstruktion hier keine Trennung zwischen tragender und raumabschließender Funktion. Das Massivhaus ist wie ein Fels in der Brandung, verlässlich und langlebig. Und es ist für fast alle Wohnträume zu haben. Was wie geht wird Ihr Architekt anmerken, wenn Sie einen beauftragen. In den letzten Jahren gibt es auch immer häufiger eine Verschmelzung der Bauweisen wie zum Beispiel die Massivfertigbauweise. Sprich, auch für Massivhäuser werden Fertigteile eingesetzt, was den Vorteil hat, dass die Bauzeit statt 8 Monaten nur 4-6 Monate braucht.

1b.Das Fertighaus

Hier verrät der Name schon das Grundlegendste: Das Haus ist so gut wie fertig. Der umgangssprachliche Begriff steht in der Bauindustrie für eine „Fertigbauweise“. Die Einzelteile werden industriell vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch aufgestellt und montiert. Man kann es sich wie einen Ikea Schrank vorstellen. Früher ließen sich wie bei dem Baukastenschrank nur bedingt individuelle Wünsche einbauen. Und wenn man die Möglichkeiten der Modulauswahl erforschte, wurde es schnell teuer. Aber auch das hat sich mittlerweile geändert und viele Fertigbauweisen ermöglichen individuelle Entwürfe ohne Mehrkosten. Sprich, auch hier können Sie mit einem Architekten zusammenarbeiten, der eine Grundplanung anhand Ihrer Vorstellung anfertigt. Trotzdem gut zu wissen: Grundsätzlich haben Sie die freie Wahl der Materialien für Wände, Türen, Böden, Fliesen und Putz. Das Gerüst für das Fertighaus besteht heutzutage bei den meisten Fertighäusern aus Holz, aber auch Beton oder Leichtbeton werden immer beliebter. Aufgrund der passgenau gefertigten Einzelteile kann Ihr Traumhaus hier innerhalb von 1-2 Tagen aufgebaut werden.

1c.Das Architektenhaus

Das Architektenhaus ist das individuellste von allen, da es passend auf Sie zugeschnitten werden kann. Mit einem Architekten zusammen haben sie freie Bahn was die Planung angeht und die Umsetzung Ihrer ganz persönlichen Note in Sachen Größe, Form und Ausstattung. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt - außer vielleicht bei dem Budget. Und der Clou, dieses Haus wird perfekt an Ihr Grundstück angepasst. Das ist besonders vorteilhaft, wenn Sie an einem Hang bauen wollen, oder Ihr neues Eigenheim eine besondere Form haben soll, ein U zum Beispiel. Es kann aber auch sein, dass Sie sich ein Grundstück ausgesucht haben, bei dem das neue Haus architektonisch zur Umgebung passen muss. Das könnte bei einem Bauvorhaben in der Natur vorkommen, bei dem sich das Gebäude gut in die Umgebung integrieren soll. Oder auch wenn es in der Nähe eines historischen Stadtviertels entstehen soll. Wenn das Wo geklärt ist, hat Ihr Architekt im Grunde alle Möglichkeiten was die Bauweise angeht: Ein Massivhaus, eine Holzhütte, ein Haus aus Glas, Beton oder Stahl. Sogar die Fertigbauweise ist heutzutage mit einem Architekten möglich, wie oben schon erwähnt.


2. Zurück in die Zukunft, zurück zum Holz

Wie Sie sehen, die Grenzen zwischen den Bauweisen verschwimmen immer mehr. Gleichzeitig werden die Bauweisen auch immer weiterentwickelt. So hat auch das Holz einen neuen Anstrich bekommen. In den letzten Jahren hat sich der sogenannte Holzmassivbau über das frühere „Blockhaus“ hinausentwickelt. Auch hier finden wir eine Spur Fertigbauweise wieder, denn statt einzelner Holzbalken werden heute industriell gefertigte Brettschichtplatten verwendet. So kann das gefürchtete Setzverhalten bei Blockbauten verhindert werden. Besonders bestechend ist aber der ökologische Vorteil. Da Holz bei uns natürlich vorkommt und ein nachwachsender Rohstoff ist, kommt er mit weniger Energie- und Transportaufwand aus. Und so kann er eine bessere CO2-Bilanz aufweisen. Vorausgesetzt natürlich, es wird auch mit einem einheimischen Anbieter zusammen gearbeitet.

Holz ist Grundbaustoff für den Leichtbau. Und der ist seit einigen Jahren stark gefragt. Im Gegensatz zur klassischen Massivbauweise, auch als Nassbauweise bekannt, lassen sich Änderungswünsche baulich schneller und leichter umsetzen. Wie auch bei der Fertigbauweise können bei der Leichtbauweise vorab mehr Bauteile fertiggestellt werden und so eine verkürzte Bauzeit ermöglichen. Die Außenwände gleichen einer tragenden Holz-Ständerkonstruktion, die mit Dämmstoff ausgefüllt ist und für die Innenseite mit Holzplatten beplankt wird. Auf der Baustelle werden diese vorgefertigten Konstruktionen nur noch montiert. Wenn man beim Bau darauf achtet, dass die Bodenplatte bzw. das Fundament vom Baumeister ausgeführt wird, damit das Holz nicht mit der Erde in Berührung kommt, hat diese Bauweise mittlerweile eine ähnliche Lebensdauer wie das Massivhaus. Und noch ein Vorteil zum Schluss: Da es sich hier um eine Trockenbauweise handelt, also keinerlei Feuchtigkeit eingebracht wird (außer in kleineren Maßen beim Fundament), können Bauherren direkt mit dem Innenausbau loslegen ohne die Trocknungszeiten abwarten zu müssen. Es bleibt spannend, was sich in den nächsten Jahren noch alles entwickeln wird.


3. Die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Bauweisen

Sie können es sich vielleicht schon denken, am Ende des Tages kommt es auf Ihre ganz persönlichen Wünsche an. Da die Grenzen zwischen den Bauweisen immer weiter schwinden, sind Sie auch freier in Sachen Planung und Gestaltung. Nutzen Sie hierzu den kostenlosen Service von baupal und lassen Sie sich zu Ihrem individuellen Vorstellungen zu Ihrem Hausbau beraten.

Das Architektenhaus galt lange als Luxusgut und das Fertighaus war nur ein Stück von der Stange, das weniger Wertbeständigkeit, eine geringe Lebensdauer und eine schlechte Brandschutzbeständigkeit hat. Gerade in diesen Punkten hatte das Massivhaus viele Jahre einen klaren Vorteil, da die Materialien im Vergleich als hochwertiger galten. Wie wir aber gesehen haben, gibt es heute auch Massivfertigbauweisen, bei denen zum Beispiel vorgefertigte Ziegelwände eingesetzt werden. Die Baufirmen sind mittlerweile hochtechnologisiert, weshalb auch die Vor- und Nachteile der Bauweisen ineinander übergreifen.

Die freudigste Entwicklung aber ist, dass mittlerweile jede Bauweise individuell planbar ist. Und dabei hilft ein Architekt. Genau wie bei dem Ikea Baukastenschrank, ist auch ein Berater bei der Planung Ihres Eigenheims empfehlenswert. Ein Architekt bringt direkt das passende Netzwerk mit, findet die richtige Baufirma, falls Sie noch keine haben, regelt die baurechtlichen Anforderungen und hilft Ihnen dabei Ihre Träume Realität werden zu lassen.

Sie können es nicht mehr erwarten loszulegen? Wir auch nicht. Kontaktieren Sie uns gerne für alle noch offene Fragen, oder wenn Sie direkt mit baupal als Architekt loslegen wollen. Wir sind an Ihrer Seite.

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