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Der Wärmeschutznachweis im Bauantrag

baupal, 6. August 2021

Etwa ein Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland lässt sich auf private Haushalte zurückführen. Davon entsteht der Großteil durch Heizungsanlagen. Warum ist das so? Vor allem veraltete Anlagen sind durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe für einen hohen C02-Ausstoß verantwortlich. Aber nicht nur beim Heizen, sondern auch beim Be- und Entlüften, beim Wasserwärmen und beim Beleuchten wird Energie gebraucht. Die Heizungs- und Klimatechnik hat sich da in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. baupal legt beim Neubau großen Wert auf grünes und nachhaltiges Bauen.
Jedoch warten zahlreiche nicht sanierte Bestandsbauten auf den Austausch ihrer Heizungsanlage und Haustechnik. Denn bei diesen ist der Heizenergiebedarf hoch, was der Umwelt und dem Geldbeutel schadet.


1. Wozu dient der Wärmeschutznachweis?

Ob die thermische Hülle eines Gebäudes und dessen Energieverbrauch diese gesetzlich festgelegten energetischen Anforderungen erfüllt, kann durch den Wärmeschutznachweis geprüft werden - Stichwort Energieeffizienz. Die Basis bildet dabei das Gebäudeenergiegesetz, deshalb spricht man oft auch vom GEG-Nachweis. Gerne beraten die Bauherrenberater von baupal Sie zu möglichen Nachweisen und Förderungsmöglichkeiten unabhängig und transparent.


2. Wann muss ein Wärmeschutznachweis durchgeführt werden?

Steht ein Neubau an, kann für eine Baugenehmigung nicht auf einen Wärmeschutznachweis verzichtet werden, weshalb dieser zu dem Bauantrag dazugehört. Je nach Umfang kann auch für eine Sanierung ein Nachweis gefordert werden. Dazu gehört zum Beispiel das Ersetzen von Bauteilen, die Erneuerung der Dämmung oder Verkleidungen und die Erneuerung des Daches. Dabei unterscheiden sich beide Verfahren. Während beim Neubau die komplette Hülle geprüft wird, wendet man beim Bestand das Bauteilverfahren an, in welchem nur die neuen Gebäudeteile beurteilt werden.

Gibt es Bauvorhaben, bei denen auf ein Wärmeschutznachweis verzichtet werden kann? Ja, zum Beispiel, wenn es sich um ein Vorhaben handelt, welches geringfügige baulichen Veränderungen beinhaltet. Erst wenn mehr als 10% der Gesamtfläche der Gebäudehülle verändert werden, wird die Erstellung eines Nachweises im Bauantrag gefordert.
Es gibt weitere Ausnahmen, bei denen der Wärmeschutznachweis nicht benötigt wird. Dazu gehört unter anderem die Errichtung von Gebäuden, die nicht beheizt oder gekühlt werden, aber auch sporadisch genutzte Wohnhäuser, wie zum Beispiel Wochenend- und Ferienhäuser sowie unterirdische Bauten. Diese sind von einem in aller Regel Wärmeschutznachweis befreit.


3. Was steht in einem Wärmeschutznachweis?

Ob ein Neubau oder ein saniertes Gebäude die gesetzlich festgelegten Anforderungen erfüllt, bestätigt also der Wärmeschutznachweis. Wie lässt sich das messen? Anhand bestimmter Kennwerte, die im Wärmeschutznachweis durch Berechnung ermittelt werden, lässt sich eine Aussage über die Effizienz des Gebäudes treffen. Zu diesen Kennwerten gehören unter anderem Primärenergiebedarf, Transmissionswärmeverlust und sommerlicher Wärmeschutz.

3a.Primärenergiebedarf

Ein zentraler Kennwert ist der Primärenergiebedarf. Er sagt aus, wie viel Energie ein Gebäude benötigt. Wichtig ist, dass dabei auch Gewinnung, Aufbereitung und Transport der Energieträger in die Rechnung miteinfließen. Die Höhe des Primärenergiebedarfs lässt sich von der Qualität der thermischen Gebäudehülle und der installierten Heizungsanlage beeinflussen. Hält sich der Kennwert niedrig, handelt es sich um ein energieeffizientes Gebäude. Ein Blick auf den Energieausweis verrät den Primärenergiebedarf ihres Hauses.

3b.Transmissionswärmeverlust

Wie es um die Qualität der thermischen Hülle eines Gebäudes steht, lässt sich durch den Transmissionswärmeverlust ermitteln. Der Kennwert verrät, wie viel Wärme über die Hüllfläche Ihres Hauses verloren geht. Je kleiner der Wert, desto besser. Einen niedrigen Transmissionswärmeverlust lässt sich zum Beispiel durch eine gute Dämmung in der Fassade erzielen. Ist das Haus hingegen schlecht gedämmt, kann die Wärme schnell durch das Bauteil nach außen entweichen. Das hat zur Folge, dass man die verlorene Wärme mit einem höheren Energiebedarf ausgleichen muss. Das ist oftmals in Altbauten der Fall.

3c.Sommerlicher Wärmeschutz

Im Winter möchte man verhindern, dass Wärme entweicht, im Sommer, dass keine zusätzliche Wärme ins Haus kommt. Gelangt erstmal thermische Energie, also Wärme, in das Hausinnere, kann man diese nur schwer wieder abführen. Vor allem große Fensterflächen sorgen dafür, dass viel Sonneneinstrahlung in das Haus gelangen kann und das Gebäude aufheizt. Aus diesem Grund wird der sommerliche Wärmeschutz bei der Rechnung mitberücksichtigt. Mithilfe der Sonneneintragskennwerte und der Übertemperatur-Gradstunden kann berechnet werden, ob sich das Gebäude im Sommer zu stark aufwärmt.



4.Wie wird der GEG-Nachweis errechnet?

Prinzipiell kann man sich für die Erstellung eines Wärmeschutznachweises an einen Fachplaner oder Sachverständiger für Schall- und Wärmeschutz wenden. Gerne erstellt baupal für Sie den benötigten Nachweis kostengünstig zum Festpreis. Diese unterscheiden bei der Ermittlung zwischen Wohn- und Nichtwohngebäude und können jeweils andere Verfahren anwenden. Doch sowohl Wohngebäude als auch Nichtwohngebäude können mit dem Referenzgebäudeverfahren gewertet werden. Dazu werden die bauphysikalischen Werte eines Referenzobjektes als die einzuhaltenden Anforderungen für das geplante Gebäude genommen.


5.Sonderfall Anbau

Nicht nur bei Neubau oder Sanierungen ist ein Wärmeschutz erforderlich, auch bei Anbauten ist ein Wärmeschutznachweis in unterschiedlicher Ausführung vorzuweisen, je nachdem welcher Umfang das Bauvorhaben hat. Bleibt man unter 50 Quadratmeter Nutzfläche, kann das vereinfachte Bauteilverfahren angewandt werden. Bei einer Nutzfläche von über 50 Quadratmetern reicht es auch aus, die U-Werte der Bauteile des Anbaus mit den Werten abzugleichen, die im GEG festgelegt sind. Ist der Anbau zusätzlich noch eigens beheizt, muss ein vollständiger Wärmeschutznachweis erbracht werden.


Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Um einen Wärmeschutznachweis kommt man nicht rum. Wie hoch die Kosten dafür schlussendlich sind, hängt stark von der Gebäudegröße oder von dem Umfang der Sanierungsmaßnahmen ab. Bei einem Neubau- Einfamilienhaus kann man jedoch grob mit einem Betrag von 5.00 bis 1.500 Euro rechnen. Bei baupal erhalten Sie den benötigten Wärmeschutznachweis kostengünstig zum Festpreis. Stellen Sie ganz einfach eine unverbindliche Anfrage.


Welche Vorteile hat der Bauherr?

Der Wärmeschutznachweis wirkt zunächst wie ein lästiger Kostenfaktor, der dem Bauherrn von den Behörden aufgedrückt wird. Dabei wird er in erster Linie eingesetzt, um die Klimaziele zu erreichen und das energieeffiziente Bauen und Umbauen von Gebäuden anzutreiben. Und das ist auch für den Bauherrn von Vorteil:

-Der Nachweis dient als Grundlage für die Förderung des Effizienzhauses. Die KfW oder BAFA unterstützen beispielsweise durch Zuschüsse die Bauherren bei Ihrem effizienten Bauvorhaben.

-Dämmstoffe müssen gezielter eingesetzt werden, um die Qualität der Gebäudehülle zu erhöhen. Das bedeutet einen optimalen Wärmeschutz im Winter und somit auch die Senkung des Heizenergiebedarfs und der Heizkosten.

-Das Wohlfühlklima und der Komfort werden erhöht.

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